#Zukunftsskills: Diana Rees von ZkSystems

Diana Rees ist die Gründerin von ZkSystems. Das junge Deep Tech-Unternehmen ist mit seiner Blockchain-basierten IoT-Lösung gerade dabei, richtig durchzustarten. Wir wollten herausfinden, welche Skills sich die heute 30-jährige im Laufe ihres Werdegangs angeeignet hat, um mit ihrer Karriere und mit ihrem Unternehmen in Zukunft auf Erfolgskurs zu gehen.

Auf der Digital Talents könnt ihr an einem Tech-Workshop mit ZkSystem teilnehmen und euch selbst ein paar wichtige Zukunftsskills aneignen.

1. Motivation, Neugierde und das nötige Grundlagenwissen

„Mein Ziel war es schon immer, etwas wirklich Großes mit einem großen Impact, aufzubauen“

Schon als Teenager war Diana Rees klar, dass sie einmal ein großes Unternehmen aufbauen möchte. Außerdem wollte sie die Welt sehen. Im ersten Schritt brachte sie sich deshalb Fremdsprachen bei, zum Beispiel Deutsch. „Ich hatte gelesen, dass man in Deutschland umsonst studieren kann”, erklärt die heute 30-jährige. Mit 19 zog sie nach Berlin, studierte BWL. Danach ging sie nach China. „Ich habe dort als Consultant gearbeitet im Bereich Produktions-Management. In diesem Rahmen habe ich viele chinesische Fabriken besucht und dort auch viele Verträge verhandelt.“ Natürlich auf Chinesisch. Die Sprache hatte sie in Vorbereitung auf ihren Job natürlich auch gelernt. „Ich hatte ja schon ein wenig Erfahrung darin, Sprachen zu lernen. Daher ging das schon ganz gut“, erklärt sie bescheiden.

2) Lernbereitschaft und der Mut auch mal zu versagen

Auch in ihre erste Unternehmensgründung startete Diana gut vorbereitet. „Ich habe sehr viel recherchiert, und mich dann für die Produktion von E-Bikes für eine jüngere Zielgruppe entschieden.“ Das war 2012, die meisten E-Bikes waren noch für Senioren konzipiert, kurz bevor der Markt so richtig durchstartete. Diana spezialisierte sich auf Elektro-Fixies und handelte ein Joint-Venture mit einem chinesischen Hersteller aus, der dann auch die Produktionskosten trug. Der einzige Grund, warum das Unternehmen nicht komplett floppte.

Ihr Learning: Dass ein Hardware-Geschäft kann durch fehlende Skalierbarkeit nie zu einem großen Unternehmen werden kann.

Immerhin wurde das Elektro-Fixie-Unternehmen von einem Fahrradladen in Brandenburg aufgekauft. Das nächste Business baute sie dann im Rahmen einer Exklusivlizenz mit dem Fiat Konzern auf. Damals war Diana 25. Ihre Grünberg- und Fiat-E-Bikes gibt es noch heute. Sie selbst gibt mittlerweile jedoch in einem ganz anderen Bereich Vollgas.

3) Deep Tech-Wissen und Adaptionsfähigkeit

„Durch meine bereits gemachte Erfahrungen war mir klar, dass es Richtung Deep Tech gehen muss, wenn ich etwas Fundamentales aufbauen möchte. Denn der Aufbau eines großen Systems muss auf der Infrastruktur-Ebene stattfinden. Und Infrastruktur heißt eigentlich unbedingt Deep Tech.“

Also fing sie an, sich neben den acht Sprachen, die sie mittlerweile beherrschte, auch ein paar Programmiersprachen beizubringen. „Ich bin da nicht so fließend wie in den gesprochenen Sprachen, aber es hat mir sehr geholfen um den Software-Entwicklungsprozess zu verstehen. Heute kann ich deshalb gut bei der Produktentwicklung mitreden.“

Parallel dazu testete und experimentierte sie mit verschiedenen Ideen.  „Für mich war es immer wichtig zu verstehen, wie etwas genau funktioniert. Deshalb habe ich zum Beispiel bei einem White-Paper-Reading-Club mitgemacht, da haben wir verschiedene Technologien analysiert. Dabei habe ich mich dann immer mehr in die Thematik Blockchain eingearbeitet. Ich habe da von Anfang an sehr viel Potenzial gesehen und die Möglichkeit Infrastruktur-Lösungen aufzubauen. Das hat mich sehr gereizt.“

4) Netzwerken und Ausprobieren

Der White-Paper-Reading-Club existiert mittlerweile nicht mehr. „Das war wahrscheinlich für viele doch nicht so interessant”, gesteht Diana ein. Übrigens fiel auch bei ihr die letzte Barriere zum Einstieg in die Gründung eines Deep Tech-Tech-Unternehmens nicht beim theoretischen lesen und studieren, sondern beim ausprobieren und mitprogrammieren. Bei einem Hackathon lernte Diana ihre Mitgründerin, Amine Ünal,  kennen. Amine hatte vier Jahre bei T-Systems gearbeitet und dort verschiedene Projekte entwickelt, für große Namen wie ThyssenKrupp und Airbus. Für Adidas hat Amine zum Beispiel eine Smart Factory mitentwickelt. „Amine hatte sehr viel Erfahrung mit Sensordaten und ähnlichen Projekten. So sind wir zusammengekommen und haben dann eine Blockchain-Infrastruktur für IoT zusammen entwickelt. Das ist das was wir heute machen.“ 

Hier könnt ihr mehr über ZkSystems erfahren.

 

Das Interview führte Josefine Köhn-Haskins.

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