Was macht eigentlich ein Data Consultant?

Adrian Brudaru arbeitet als Data Consultant – und hat bereits bei mehreren großen Firmen, darunter Omio (ehemals GoEuro), GetYourGuide und Urban Sports Club als Data Analyst und Data Engineer zum Erfolg von Projekten beigetragen. Für Urban Sports Club war er auch für das Onboarding von 150 Mitarbeitern im Bereich Data verantwortlich.

Adrian, was macht ein Datenberater eigentlich genau?

Das Ziel des Datenberaters ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Wert aus Daten zu schöpfen. Dies kann in Form von zusätzlichen technischen Fähigkeiten (Werkzeug, Automatisierung, Schulung) oder in Form von organisatorischen Veränderungen geschehen.

Wie sieht dein Tagesablauf normalerweise aus?

Je nach Projekt und Lebenszyklusphase des Projekts können meine Aufgaben sehr unterschiedlich sein.

In der Anfangsphase eines Projekts sind die Anforderungen oft nicht ganz klar und umfassend. Um ein Problem und mögliche Lösungen klar zu definieren, muss ich zunächst das Geschäft und die Prozesse verstehen. Dies geschieht in der Regel durch Einsicht in die verfügbaren Daten, bestehende Berichte, Befragungen der Interessengruppen und Vorschläge für mögliche Ansätze. 

In der Entwicklungsphase dreht sich mein Alltag um die Softwareentwicklung: Herunterladen von Daten aus APIs und Erstellen eines Data Warehouse sowie den dazugehörigen Berichten und datenwissenschaftlichen Produkten. Ich verwende einen typischen Softwareentwicklungsprozess. Wenn ich im Team arbeite, verwende ich datengesteuertes Projektmanagement oder Change-Management-Techniken wie Kanban und Scrum. Das Beste daran ist, dass es leicht aus der Ferne gemacht werden kann, so dass ich den Komfort meines Heimbüros genießen kann.

In der Wachstums- und Übergabephase eines Projekts geht es dann mehr ums Projektmanagement. Training und Einsatz von neuem Personal sind oft damit verbunden, das Gebaute zu übergeben, so dass mein Tag oft darauf ausgerichtet ist, Blockaden für das Team zu beseitigen und Interviews zu führen.

Wie werde ich Data Consultant?

Die meisten Menschen, die sich beruflich mit Daten beschäftigen, kommen aus dem Bereich Wirtschaft oder Mathematik. Die Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema Datenmanagement, und einige Universitäten bieten spezialisierte Programme wie Business Intelligence oder Data Science Masters an. Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Marketingstudien in Rumänien studiert.

Wie wichtig ist es, sich weiterzubilden?

Sehr wichtig. Ich habe eine Reihe von Online-Kursen zu den relevanten Themen wie Programmieren, Datenwissenschaft und Projektmanagement besucht.

Welche Voraussetzungen sollte ein Data Consultant mitbringen?

 Es gibt keine Hard Skills, die man für die Rolle ausschließen kann oder muss. Einige Unternehmen setzen aufgrund verschiedener interner Einschränkungen sehr rudimentäre Lösungen ein. Ein marktfähiger Datenberater sollte jedoch ein gutes Verständnis für Datenbanken (sql), Skripting (python) und grundlegende Statistiken mitbringen.

Top 3 Hardskills:  Sql, Python, Statistik

Um gute, wertvolle Arbeit zu leisten, sollte man ein grundlegendes Verständnis für das Unternehmen mitbringen, den Wert einer Dateninitiative / eines Projekts kennen, die Kosten für die Entwicklung abschätzen können und die richtigen Entscheidungen treffen.

Top 3 Softskills:  Lösungsorientiert arbeiten, Verständnis für das Unternehmen und Geschäftsmodell, Entwicklungskosten und Wert eines Projekts abschätzen können

Was ist deine Motivation?

Meine Motivation für den Job ist es, die Dinge besser zu machen. Der datengesteuerte Optimierungsprozess ist klar und transparent: Du setzt dir ein Ziel und misst dich daran.  Du stellst eine Hypothese auf und überprüfst deren Auswirkung. Es gilt, komplexe Probleme zu lösen. Und normalerweise arbeitest du mit großartigen Leuten zusammen, mit denen du wirklich etwas bewegen kannst.

Wenn du kein Datenberater wärst, dann wärst du …..

Wenn ich kein Datenberater wäre, würde ich wahrscheinlich versuchen, freiberuflich etwas anderes zu machen. Denn ich liebe die Freiheit, die freiberufliches Arbeiten mit sich bringt. Ich würde wahrscheinlich tiefer in die Softwareentwicklung oder das Projektmanagement einsteigen.

Foto: Keven Ku / Pexels und Pixabay

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