Du willst bei Ecosia arbeiten? Ein paar Tipps von Head of DACH, Génica Schäfgen

Was ist euch bei Ecosia bei einem Bewerber wichtig? Wann und aus welchen Gründen entscheidet ihr euch für einen Bewerber?

Génica Schäfgen: Wir sind gleichzeitig NGO und Unternehmen. Eine For Profit Non Profit sagen wir gerne und dementsprechend vereinen wir Werte aus beiden Bereichen. Denn wir wollen Bewerber*Innen, die sich mit Ecosia identifizieren können und das Herz am grünen Fleck haben. Aber wir haben auch den Anspruch, uns Kompetenz und Talent ins Unternehmen zu holen. Wir können die Welt nämlich nur skalierbar besser machen, wenn wir selbst skalierbar besser werden und deswegen wünschen wir uns Leute, die wirklich gut sind in dem, was sie tun, gleichzeitig aber auch super motiviert sind, an Ecosias Mission mitzuwirken.

Es geht viel um Erfahrung und Wissen, aber trotzdem haben bei uns auch Leute angefangen, die beides nicht im gewünschten Maß mitgebracht haben. Sie waren dann aber ungemein talentiert und haben uns so von sich überzeugt, dass wir uns entschlossen haben ihr Potential zu fördern. Wenn es um Kompetenzen geht, sind diese natürlich von den einzelnen Rollen abhängig. Aber ich würde sagen, dass man für die Arbeit bei Ecosia schnell und lösungsorientiert denken können muss, eine Bereitschaft haben sollte, auch mal ins kalte Wasser zu springen, teamfähig und selbstständig zugleich sein, leaden und folgen können muss. Und eine Lust darauf neues zu Lernen, das vielleicht nicht im eigenen Themenbereich liegt, ist auch nicht verkehrt.

Neben diesen Punkten ist es uns wichtig Diversität im Team und unterrepräsentierte Gruppen zu fördern. Denn gerade in diversen Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven liegt ein Mehrwert für die Zusammenarbeit als Team und für die Entwicklung des Unternehmens.

Ihr seid ja auch gerade auf der Suche nach Bewerbern. Was sollten diese mitbringen?

Génica Schäfgen: Genau, wir suchen Verstärkung! Deshalb sind auf der Suche nach super talentierten Menschen für sehr verschiedene Arbeitsbereiche. Unsere offenen Stellen kann man hier auf unserer Website finden. Man sollte sich nicht von den Stellenbeschreibungen abschrecken lassen, das sind ja immer Idealvorstellungen. Allgemein würde ich sagen, suchen wir Leute, die richtig Bock haben, an Ecosia mitzuwirken und sich die Stelle aus guten Gründen zutrauen, auch wenn man noch nicht alles mitbringt. Eine gewisse ökologische Grundhaltung setzen wir immer voraus.

Warum bewerben sich Menschen bei Ecosia? Kannst du aus den Gesprächen, aus deiner Erfahrung da Muster erkennen?

Génica Schäfgen: Die Menschen, die sich bei Ecosia bewerben, tun das meiner Beobachtung nach aus zwei Gründen. Zum einen weil sie ihre Fähigkeiten für etwas einsetzen wollen, woran sie selbst glauben und sie sehr anspruchsvolle ökologische und ethische Werte haben. Zum anderen weil sie Lust haben auf eine Herausforderung. Wir sind ein Team von circa 40 Leuten, das gemeinsam ein Unternehmen stemmt, das über 8 Millionen Menschen weltweit mit Suchergebnissen versorgt und das über 30 Millionen Bäume pro Jahr pflanzt, worüber die 8 Millionen Menschen auf diversen Wegen aufgeklärt werden müssen. Das ist richtig viel Arbeit!

Kein Tag ist wie der andere, es kommen immer neue Herausforderungen und Aufgaben auf uns zu. Das macht es super spannend bei Ecosia zu arbeiten und Wege zu finden, das alles möglich zu machen. Außerdem kann man bei Ecosia sehr autonom und in einem Umfeld von Vertrauen arbeiten, was dazu führt, dass man die Dinge sehr selbstständig angeht, gleichzeitig aber weiß, dass man mit diesem tollen, intrinsisch motivierten Team zusammenarbeitet, auf das man sich immer verlassen kann.

Ist New Work bei Ecosia eigentlich ein Thema? 

Génica Schäfgen: New Work spielt bei Ecosia absolut eine Rolle. Das erkennt man an Formaten, wie dem monatlichen Learning Day, wo man den Tag damit verbringen kann, etwas Neues zu lernen oder aber auch den Remote Months, die es um größere Feiertage herum ermöglichen, dass man für einen Monat von überall aus arbeiten kann. Wir haben Mitarbeiter*Innen aus vielen Ländern, die teilweise so weit weg sind, dass sich ein Familienbesuch nur eine Woche nicht lohnt. So kann man dort viel länger bleiben. Es gibt Gleitzeit und zwei meetingfreie Tage pro Woche, was beides ein flexibles Arbeiten ermöglicht, dass bspw auch vereinbar ist mit einer Familie.

Die Unternehmenskultur ist durch Autonomie, Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet. Keiner überprüft den anderen, genauso wenig schreibt man sich gegenseitig etwas vor. Man kann hier sehr selbstständig arbeiten und weiß, dass alle ihr Bestes geben, um Ecosia zu unterstützen.

Wir haben tatsächlich die Stelle einer Chief Happiness Officerin, die bei uns für eine gute Stimmung und das Wohl des Teams verantwortlich ist. Sie übernimmt zum Beispiel die Innenausstattung unseres Büros und die Organisation von Team Events oder Geburtstagsüberraschungen.

Dass Ecosias Gründer Christian Kroll letztes Jahr Anteile an die Purpose Stiftung abgegeben hat und so Ecosia auf alle Zeit unverkäuflich gemacht und die Unternehmensgewinne für immer dem Gemeinwohl zugesprochen hat, war ebenfalls eine Entscheidung, die ich in den Bereich New Work zählen würde. Mit diesem Konzept hat er eine schnell umsetzbare Lösung gefunden, Ecosias eigentlichen Sinn für immer zu wahren und trotzdem agiler zu bleiben als bspw. Genossenschaftliche Modelle oder eigene Stiftungsmodelle es zulassen.

Hier erzählt Génica Schäfgen welche Erfahrungen sie selbst bisher in der Arbeitswelt gemacht hat und was für sie bei einem Job wichtig ist:

„Ich habe mir meine Werte bewusst gemacht“

Das Büro von Ecosia. Fotos: Patrick Desbrosses
Das Interview führte Josefine Köhn-Haskins.

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